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Schnittmuster für deine H-Figur

Du hast eine H-Figur und möchtest Kleidung nähen, die deine persönlichen Proportionen berücksichtigt und daraus echte Lieblingsstücke entstehen lässt? Dann kann es sinnvoll sein, bereits bei der Wahl des Schnittmusters auf die eigene Figur zu schauen.

Denn wenn wir Kleidung selbst nähen, investieren wir Zeit, Stoff und viel Arbeit in jedes einzelne Kleidungsstück. Umso schöner ist es, wenn am Ende ein Teil entsteht, das wirklich gerne getragen wird. Die Kenntnis des eigenen Figurtyps kann dir dabei helfen, Schnittführungen gezielter auszuwählen und deine Nähprojekte noch besser auf dich abzustimmen.

Die hier zusammengestellten Schnittmuster sind deshalb nicht einfach nur grundsätzlich für eine H-Figur geeignet. Ich habe gezielt Modelle ausgewählt, deren Schnittführung und besondere Details für diese Proportionen besonders interessant sein können.

Die H-Figur – eine eher gerade Silhouette

Bei einer H-Figur sind Schultern und Hüfte meist ähnlich breit, während die Taille weniger stark ausgeprägt ist. Die Körperlinie wirkt dadurch insgesamt eher gerade und ausgewogen.

Besonders interessant können Schnittmuster sein, die mit klaren Linien arbeiten, die Taille nicht zwingend in den Mittelpunkt stellen oder durch besondere Details gezielt Akzente setzen. Je nach Schnitt kann aber natürlich auch eine leichte Taillierung eine schöne Möglichkeit sein.

 

Du bist dir noch nicht sicher, ob du zum H-Figurtyp gehörst? Weiter unten auf der Seite erfährst du, wie du deine Proportionen selbst bestimmen kannst.

Schnittmuster, die deine H-Figur besonders schön zur Geltung bringen

Für diese Themenwelt habe ich Modelle ausgewählt, deren Silhouette und Schnittdetails besonders gut zu den Proportionen einer H-Figur passen können. Dabei geht es nicht darum, eine Taille künstlich zu erzeugen, sondern darum, unterschiedliche Möglichkeiten zu zeigen und dir die Auswahl deines nächsten Nähprojekts zu erleichtern.

Kleiner Styling-Tip: Gerade Linien, klare Schnitte und bewusst gesetzte Details können eine H-Figur besonders schön unterstützen. Auch unterschiedliche Farben und Muster lassen sich gezielt einsetzen – beispielsweise durch eine ruhige, einheitliche Farbwirkung oder durch Muster, die die Linien des Kleidungsstücks aufgreifen.

Deinen Figurtyp selbst bestimmen

Du bist dir noch nicht sicher, welchem Figurtyp du entsprichst? Deine Konfektionsgröße gibt darüber keinen Aufschluss. Entscheidend ist vielmehr das Verhältnis deiner Schulter-, Taillen- und Hüftbreite zueinander.

So funktioniert die Berechnung

Miss deine Körpermaße möglichst genau und vergleiche anschließend die entsprechenden Werte miteinander. So erhältst du eine objektivere Einschätzung deiner Proportionen. Wichtig: Ein Figurtyp ist keine feste Schublade. Körper sind individuell und können zwischen verschiedenen Figurtypen liegen. Die Einteilung dient deshalb vor allem als Orientierung für die Auswahl von Schnittführungen.

So misst du richtig:

Für die Figurtyp-Bestimmung werden nicht deine Körperumfänge, sondern die Breiten deiner Schultern, Taille und Hüfte miteinander verglichen.

Stelle dich dafür möglichst gerade vor einen Spiegel. Halte das Maßband jeweils waagerecht und möglichst dicht vor deinem Körper, ohne es um den Körper herumzuführen. Es wird also nicht der Umfang gemessen.

Miss die jeweilige Breite als gerade Strecke zwischen den äußersten Punkten:

  • Schulterspiegel: vom äußersten Schulterpunkt bis zum äußersten Schulterpunkt
  • Taillenspiegel: an der schmalsten Stelle deiner Taille
  • Hüftspiegel: an der breitesten Stelle deiner Hüfte

Wichtig: Das Maßband sollte dabei möglichst gerade gehalten werden und nicht näher am Spiegel als an deinem Körper liegen. Andernfalls können die Werte verfälscht werden.

Deine Figur – deine Möglichkeiten

Ein Figurtyp ist keine feste Schublade. Körper sind individuell und können zwischen verschiedenen Typen liegen. Auch Körperhaltung, Gewichtsverteilung, Farben, Muster und natürlich die persönliche Vorliebe beeinflussen, wie ein Kleidungsstück wirkt.

Die Einteilung soll dir deshalb keine Regeln vorgeben. Sie kann dir vielmehr dabei helfen, beim Nähen bewusster zu entscheiden: Welche Schnittführung gefällt mir? Welche Details möchte ich betonen? Und welches Kleidungsstück möchte ich am Ende wirklich gerne tragen?

Denn genau darum geht es beim Selbernähen: Kleidung zu schaffen, die zu dir passt und in der du dich gerne siehst.